Start Unsere Schule Unsere Realschule plus wird 50 Jahre alt

Unsere Realschule plus wird 50 Jahre alt

Unsere Schule

Bereits Mitte der 1960er Jahre wurde der Ruf vieler Eltern nach der Gründung einer Realschule in Cochem immer lauter, da man diese Schulform als Alternative zum bereits kurz zuvor errichteten Gymnasium und den damaligen Volksschulen in der Kreisstadt wünschte. Auch die Schulleitung des Martin-von-Cochem Gymnasiums warb immer wieder für die Einrichtung einer Gemeinsamen Orientierungsstufe mit einer Realschule, um den Schülerinnen und Schüler nach der Grundschule noch länger die Gelegenheit zu geben, die für sie passende Schulform zu finden. Daher forderte man auch von Seiten des Gymnasiums den Bau einer Realschule in unmittelbarer Nachbarschaft zum eigenen Gebäude und nicht wie ursprünglich vorgesehen auf dem Gelände des heutigen Krankenhauses im Stadtteil Cond.

Als dann im Sommer 1967 die ersten beiden eigenständigen Realschulklassen der Jahrgangsstufe 7 aus der Orientierungsstufe hervorgingen, wurde die Realschule Cochem auch formell durch die Bezirksregierung Koblenz errichtet.

In einer Feierstunde konnte daher die Schulgemeinschaft der heutigen Realschule plus Cochem gemeinsam mit zahlreichen hochrangigen Gästen aus Politik und Gesellschaft auf eine 50jährige erfolgreiche Entwicklung zurückblicken.

Landrat Manfred Schnur kündigte als Schulträger passend zum Jubiläum den baldigen Beginn umfangreicher Baumaßnahmen am Schulgebäude an, die neben der energetischen Sanierung auch deutliche optische Verschönerungen vorsehen.

Staatssekretärin Heike Raab erinnerte sich gerne an ihre eigene Schulzeit an der Realschule Cochem und hob die Qualität der dort geleisteten Arbeit sowie die zahlreichen Veranstaltungen zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls der Schülerinnen und Schüler hervor.

Staatssekretär Peter Bleser bescheinigte der Schule einen „exzellenten Ruf“  und war sich dabei mit Landrat Schnur einig, der darauf verwies, dass die Realschule Cochem in den vergangenen 50 Jahren die Bildungslandschaft des Kreises entscheidend mitgeprägt habe.

 

Schließlich ließ Schulleiter Christian Etzkorn die Gäste mit aus heutiger Sicht erstaunlichen Einzelheiten aus der Schulgeschichte aufhorchen. Der Bau der Realschule war für den damaligen Landkreis Cochem offensichtlich von solch großer Bedeutung, dass selbst der weitere Ausbau der Kreisstraßen für  die Finanzierung der neuen Schule zeitweise zurückgestellt wurde. Die lokale Presse kommentierte dies damals wie folgt: „Bildung hat Vorrang vor Verkehr“.  Eher ungewöhnlich war auch, dass der damalige Ministerpräsident Helmut Kohl  im Sommer 1971 persönlich zur Einweihung des Realschulgebäudes nach Cochem kam und zahlreiche Fotos belegen, dass er es sich nicht nehmen ließ, in den neuen Klassenräumen mit Schülerinnen und Schülern über politischen Themen zu diskutieren und schließlich geduldig in der Warteschlange auf dem Schulflur stand, um seine Erbsensuppe in Empfang zu nehmen.

Eingerahmt wurde die Feier durch gekonnte vorgetragene  Musikbeiträge der Schulband und  von  Solisten aus den Reihen der Schülerinnen und Schüler (Trompete, Querflöten und Klavier), die zeigten, dass neben dem ausgeprägten sportlichen Profil der Schule auch die musikalische Bildung einen hohen Stellenwert an der Cochemer Realschule plus genießt.

Im Anschluss an die Feier präsentierten Schülerinnen und Schüler den zahlreichen Eltern und Gästen im Rahmen eines Schulfestes vielfältige und hintergründige Ergebnisse der Projekttage zum Thema Klimaschutz. Besonders groß war daher auch die Freude, dass der Realschullehrer Jörg Thelen zuvor in der Feierstunde für sein Solarprojekt mit dem Bürgerpreis des Landkreises ausgezeichnet wurde.